Rede des Bürgermeisters

Guten Tag und Helau ruf ich ganz bescheiden, könnt schöner als hier mir die Zeit nicht vertreiben. Denn die Politik dort drüben ist ein mühseliges Geschäft, es läuft manchmal schleppend, manchmal auch schlecht.

 

Vom Sankt Martin komm ich gerad her und muss euch sagen die vielen Kinder erfreuen mich sehr. Da lernen die Kleinen dankbar und barmherzig zu sein, dass sie´s nicht vergessen, wenn sie nicht mehr klein.

 

Denn Unfriede und Egomanie sehen wir viel zu oft, nicht nur in Russland, Amerika oder Nahost. Auch hier bei uns ist Wachsamkeit gefragt, wenn die Populisten schreiten zur Tat.

 

Aber nächstes Jahr da wird uns die Laune heiter, wenn die radelnden Rennfahrer rollen weiter. Dann gibt es wieder viel Musik und Tanz, in Mettmann bei der Tour de Frantz.

 

Nein, Scherz beiseite, auch am Gerberplatz wollen wir, gemeinsam Wein trinken oder auch Bier. Damit uns die Zeitung nicht kommt mit Prügel, dass man nur richtig feiert hinter dem Hügel.

 

Wenn die Radfahrer am Weidenhof vorbeifahren, wird man sich an Erkrath erinnern, noch in Jahren? Wohl kaum, aber über´n Weltsport im Neanderthal, dürfen auch wir uns freuen, auf jeden Fall.

 

50 Jahre Stadtrechte – das wurde groß gefeiert, aber beim Rudelgucken hat die Polizei rumgeeiert. Nicht immer trifft uns im Rathaus die Schuld, also habt mit uns dort drin ein bisschen Geduld.

 

Die Bahnstraße ist – es ist bekannt – ein Thema für sich, wenn ich daran denk, wird mir schwindelich.

Eine Straße oder doch für die Fußgänger ne Zone?

Ob sich einhundert Riesen für die Poller noch lohnen?

 

Doch wer im Internet einkauft braucht sich nicht beschweren, dass sich die Läden der Bahnstraße schnell leeren. Nun ja, so ist es, die Verwaltung kann´s nicht ändern, wenn auf der Bahnstraße nur wenig Leut ´schlendern.

 

Im Juli hat der Kämmerer den Haushalt gesperrt.

Das musste so sein, war gewiss nicht verkehrt. Denn das Loch in der Kasse kriegen wir nur geflickt, mit Anstrengungen, Schmerzen und viel Geschick.

 

Die Soziale Stadt gräbt mir in die Stirn tiefe Falten, müssen wir doch die alten Feuerwehrhäuser behalten?!

 

Schon letztes Jahr hab ich gesagt: die Soziale Stadt Sandheide ist gut, aber zu teuer – ich fress keine Kreide – um schön zu reden, und bunt auszumalen, was am Ende wir alle müssen teuer bezahlen.

 

Doch wünsche ich mir im Stadtrat mehr Zusammenhalt, damit es auch überall auf den Straßen Erkraths schallt:

 

Echte Fründe ston zesamme, ston zesamme su wie eine Jott un Pott. Echte Fründe ston zesamme, es och dih Jlück op Jöck un läuf dir fott.

 

Im Rathaus bohren wir in die ganz dicken Bretter, die Zeit brauchen, damit´s besser wird für uns Städter. Ohne unsere Wirtschaft, die Unternehmen in der Stadt, wäre unsere Stadtkasse schon längst mehr als platt.

 

So wird das Gewerbe auf der Neanderhöhe erweitert, damit sich das Gesicht uns´res Kämmerers erheitert.

Wir arbeiten daran und an vielem mehr.

Wir tun, was wir können, jedenfalls ungefähr.

 

Im nächsten Jahr blicken wir alle gespannt, wer denn gewinnt die Wahl hier im Land. Egal, ob Frau Kraft oder Herr Laschet am Ende siegen, wir Städte müssen mehr Geld aus Düsseldorf kriegen.

 

Ob Kitas, Schulbauten oder Integration, die Kommunen stemmen es ganz ohne Lohn. Doch wir haben ´ne gute Zeit bis zur Wahl, denn jetzt feiern wir unseren Karneval!

 

Nun geht´s wieder los, mit der neuen Session, dass wir zwei Prinzenpaare haben, finde ich toll. Und ehrlich, den Mut nur in Strumpfhosen zu laufen, den hätte ich nicht, gäb´s noch so viel zum Saufen.

 

Ganz offiziell wünsche ich den Prinzenpaaren, dass sie viel Jubel und schöne Stunden erfahren. Und jetzt bekommen sie schon einen ersten Applaus, von allen Narren, die hier stehen am alten Kurhaus!

 

Bleibt wachsam, freundlich und lebt unbeschwert, das ist mit Sicherheit niemals verkehrt. Nun wollen wir uns auf die Session freuen – und uns die Zeit fröhlich zerstreuen.

 

Und wenn ein Reim nicht so ganz hat gepasst, so hängt mich nicht direkt an den nächsten Mast.

 

Dem Hoppeditz wünschen wir gute Genesung, dass er nächstes Jahr wieder hält hier die Lesung! Dank dir treuem Freund, dem tapferen Jecken, gehe ich gleich nach Hause um meine Wunden zu lecken. Salz in die Wunden der Politik zu streuen, diesen Job brauchst du nicht bereuen!

 

Auf Erkrath und unseren Hoppeditz ein dreifach

Erkrath Helau - Hoppeditz Helau - Erkrath Helau

News

 

Die Letzten Hänger

luden am 20. Mai 2017 um 19.11h zum traditionellen Frühjahrsstammtisch ein

 

Stefans Restaurant

Bahnstr. 42, 40699 Erkrath

 

Mitglieder, Förderer und Freunde waren wie immer

herzlich willkommen

 

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